22. Februar 2008

Feuerwehr und Trinkwasser

In der Demokratischen Republik Kongo besteht das Problem, dass, zum Beispiel im Falle eines Brandes, keine Hilfe zur rechten Zeit da sein wird. Meistens ist es nicht möglich, verletzte Personen ins nächste Krankenhaus zu bringen, wo es weder eine gute Erst- noch eine gute Nachver­sorgung gibt. Deswegen sterben hunderttausende von Menschen an ihren Verletzungen. Aus diesem Grund gründet Lebendiges Kongo e. V. den Feuerwehr- und Nothilfedienst. Ehemalige Kindersoldaten werden in den Berufen ausgebildet. So bekommen diese jungen Menschen die Chance, Menschen zu retten anstatt das Leben anderer zu zerstören, wie sie es als Soldaten getan haben. Am 22. Februar 2008 begann durch unseren Verein in Kinshasa die Ausbildung ehemaliger Kindersoldaten zum Feuerwehrmann. Dafür haben wir schon vor längerer Zeit zwei Feuerwehrfahrzeuge, die uns die Feuerwehr Leipzig zur Verfügung gestellt hat, in die DR Kongo geschickt. Diese beiden Fahrzeuge sind die einzigen Löschfahrzeuge im gesamten Land und somit nicht nur Grundlage für die Ausbildung zum Feuerwehrmann, sondern zugleich Hoffnungsträger für viele Menschen. Ein anderer Teil dieses Projektes ist das Trinkwasserprojekt. Die Feuerwehrleute bringen Trinkwasser in den Tanks der Feuerwehrfahrzeuge zu den Menschen in Kinshasa und den umliegenden Gebieten. Es gibt dort sehr oft kein gutes und reines Wasser in den Flüssen oder Bächen, da es mit Krankheitserregern oder Quecksilber von den Gold- und Diamantensuchern verunreinigt ist. Im Gegenzug für das saubere Wasser sammeln die Bewohner Müll, der dort überall in den Straßen oder auf den Plätzen liegt und bringen den Müll zu unseren Mitarbeitern. Diese sorgen dafür, dass der Müll ordnungsgemäß und umweltfreundlich entsorgt wird. Die Bundeswehr flog die Feuerwehr-Fahrzeuge freundlicher Weise in einer Antonov nach Kinshasa.