15. Oktober 2010

Sparkasse Leipzig spendet 1.000 €!

Unser Verein Lebendiges Kongo e.V. erhält aus dem Spendentopf der PS-Lotterie eine Spende über 1.000,00 Euro von der Sparkasse Leipzig. Der Vereinsvorsitzende Dr. Dinanga Cingoma (2.v.re.) und Mitarbeiter Jan Wolff (li.) nehmen die Spende von der Leiterin der Filiale Schillerstraße, Ute Cudok (r.) und Geschäftskundenberaterin Sieglinde Eichelmann (2.v.li.) entgegen. Lebendiges Kongo e.V. dankt der Sparkasse Leipzig noch einmal aufs Herzlichste und natürlich auch allen Käufern von PS-Losen, die diese Spende damit ermöglichten.

9. Oktober 2010

Mahnwache und "STOLPERSTEINEputzen"

Stilles Gedenken an Stolperstein

Am Abend des 9. November setzte auch Lebendiges Kongo e.V. ein Zeichen der Versöhnung gegen Hass und Krieg. Am ehemaligen Wohnort in der Theresienstr. 53 der 1943 nach Ausschwitz verschleppten Lehrerin Sophie Müller gedachte der Verein der unzähligen Menschen, die damals wie heute durch die schrecklichen Folgen von Krieg und Vertreibung ums Leben gekommen sind. Das Gedenken wurde durch die Gruppe Gedenkmarsch Leipzig und dem Friedenszentrum Leipzig e.V. organisiert.



Einladung zu Mahnwache und "STOLPERSTEINEputzen"
Dieses Jahr werden wir erstmalig am 9. November bei der jährlichen Mahn- und Gedenkaktion zur "Reichspogromnacht" am 11. November teilnehmen. Sie wird parallel in Leipzig, Markleeberg, Borna und Grimma veranstaltet. Beginn ist um 17 Uhr mit einem kurzen Gedenken an der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in der Gottschedstraße. Anschließend wird die Aktion "STOLPERSTEINEputzen" symbolisch vor dem Haus Dittrichring 13 zum Gedenken an die jüdische Familie Frankenthal im Beisein des Schirmherren Bürgermeister Heiko Rosenthal begonnen, bevor sich die Akteure an die einzelnen Stolpersteine in der Stadt Leipzig begeben und von 18:00-18:30 Uhr die gemeinsame Mahnwache und das Stolpersteine putzen an allen Stolpersteinen in der Stadt durchführen. Die Stolpersteine sind leider notwendig geworden durch den schrecklichen Krieg. Jeder Krieg bringt Flucht und Vertreibung mit sich. In der DR Kongo, in der sich unser Verein engagiert ist genau dies geschehen und geschieht immer noch. Trotz Kriegsendes eigenem Land wird die kongolesische Bevölkerung durch die Nachwehen des Krieges im Nachbarland Ruanda drangsaliert und ruiniert. Die Auswirkungen von Krieg haben wir also ständig vor Augen. In unserem eigenem Land ist der Krieg zum Glück lange vorbei. Dadurch entsteht die Gefahr des Vergessens. Dem wollen wir uns aktiv entgegen stellen. Wir wollen mit unserer Teilnahme an der Putzaktion ein Zeichen gegen Hass und Intoleranz setzen. Wir werden den Stolper- und Gedenkstein von Sophie Müller aus der Theresienstrasse 53 putzen und dort die Mahnwache abhalten. Sie war eine 62 jährige Lehrerin, die 1942 erst nach Berlin deportiert wurde, und ein Jahr später dann nach Auschwitz transportiert wurde. Sie war eine unscheinbare und ganz gewöhnliche Frau. Nach dem Berufsverbot musste sie in verschiedenen Betrieben in Leipzig Zwangsarbeit leisten. Sie selber war gar keine Jüdin sondern christlich. Sie wurde einzig und allein wegen ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt. Dieser Aspekt, lässt in meinen Augen die Sinnlosigkeit und das Unfassbare des Nationalsozialismus noch deutlicher heraustreten. Das Motto der Leipziger Stolpersteinaktion lautet: Sie waren unsere Nachbarn. Für die Nachbarn und Mitmenschen von Sophie Müller muss die Verfolgung erst recht abwegig erschienen sein, da sie willkürlich und unverschuldet verfolgt wurde. Und genau das ist der Punkt, auf den es aufmerksam zu machen gilt: Kein Mensch darf über einen anderen Menschen entscheiden, ob er anders, gleich oder gar minder Wert ist als andere. Der Hass von Neonazis kann im Grunde jeden treffen. Und so geschieht es leider auch. Ausländer sein ist für sie schon lange kein Kriterium mehr. Deshalb kommen auch Sie und sprechen sich gegen Hass und Diskriminierung aus! Weitere Infos unter: www.gedenkmarsch-leipzig.de und http://leipzig-gedenkt.de