15. November 2011

Podiumsdiskussion am 14. November 2011

Was hat mein Handy mit dem Krieg zu tun?
Rohstoffe, Konsum und Konflikte – Ausbeutung von Entwicklungsländern mit Fokus auf die Demokratische Republik Kongo
Leipzig, den 15. November 2011



Podiumsdiskussion mit Lebendiges Kongo e.V.
Oft recherchiert, oft benannt und doch unerkannt bleiben die Aktuere, die sich an den oft reich vorhandenen atürlichen Resourcen der 3.Welt-Länder bereichern.

An diesem Abend wurden Hintergründe, Konflikte, Initiativen und Hürden diskutiert, die sich um die Wirtschaft mit den Rohstoffen weben. 
Klar wurde, der einfache Kongolese hat nichts von dem  Reichtum.



Herr Wolfgang Tiefensee
Unter Moderation von Wolfgang Tiefensee, MdB, bildeten die Botschafterin für die DR Kongo aus Berlin, Madame Clementine Shakembo Kamanga, Vorstandsvorsitzender des Vereins Lebendiges Kongo e.V., Dr. Dinanga Cingoma, und Frau Kristina Rehbein der Erlassjahr-Kampagne einer starke Diskussionsrunde.





Dr. Gernot Wagner, Vorsitzender der evagor GmbH Leipzig
Bei einem so umfangreichen Thema stellte sich schnell heraus, dass wenig gelöst, doch noch mehr angeregt werden kann. 
Herr Dr. Gernot Wagner, Vorsitzender der Evagor GmbH, die zur Zeit ein Projekt in der Region Katanga im Kongo vollzieht, gab als Publikumsgast, einen Einblick in die Lage der Unternehmen, die vor Ort investieren wollen.






Die Diskussion verlief angeregt und es war kaum Zeit um jeden Standpunkt ausführlich darzustellen zu lassen. Dr. Cingoma stellte zuerst den Hintergrund des Konflikts im Kongo dar und machte klar, dass es ein importierter Konflikt/Krieg ist, dem das Land zum Opfer fällt. Madame Shakembo Kamanga unterstütze das Eingangsstatement und berichtete von einem entwickelten Land, dass durch den Bürgerkrieg vor 10 Jahren die Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung verlor. 

vlnr:
Dr. Dinanga Cingoma, Vorsitzender Lebendiges Kongo e.V.
Kristina Rehbein, Erlassjahr.de und
Clementine Shakembo Kamanga, Botschafterin der DRK
Dabei machte sie besonders auf das Schicksal der Kindersoldaten aufmerksam, die ohne Bildung wenig Zukunftschancen haben. Auch zeigte sie Initiativen, die heute schon von der Bundesregierung und anderen Trägern ausgehen, jedoch nicht effektiv genug sind um den Konflikt stoppen. Frau Kristina Rehbein (erlassjahr.de) sprach besonders den Zusammenhang zwischen der Abhängigkeit vom Export der Rohstoffe und der wachsenden Staatsverschuldung an und erläuterte die wirtschaftlichen Geschehnisse und Auswirkungen auf die Demokratische Republik Kongo.


Das Publikum ließ es sich nicht nehmen kritische und interessierte Fragen zu stellen und die Podiumsgäste versuchten so gut wie möglich Antwort zu finden. Auch nach der Diskussion gab es noch angeregte Unterhaltungen zwischen den Vertretern. Erfreulicherweise kamen viele Afrikaner zur Veranstaltung, was zeigte, dass dieses Thema großen Interessewert hat. Als Verein war auch die DAFRIG e.V. vertreten.


Die kulturelle Einlage durch traditionelle Kongolesische Klänge vom Engenga-Ensamble und Ndungu Kina, als auch ein leckeres Buffet aus Kongolesischer Küche rundeten den Abend perfekt ab, beruhigten die erhitzen Gemüter wieder und gaben dem Abend nach einer kritischen und fast verzweifelten Diskussion einen hoffnungsvollen, freundlichen Ausklang. Gegen ca. 22.45Uhr waren die letzten Gäste gegangen.
 


   
An dem Abend konnten Spenden im Wert von 86EUR gesammelt werden, die dem Verein Lebendiges Kongo e.V. für das Projekt «Früchte statt Flammen « zugute kommen. Vielen Dank nocheinmal an alle Spender!

Die erfolgreiche Zusammenarbeit möchte bald wiederholt werden. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an das Team vom BüroCafé Tiefensee und der Micha-Initiative für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation der Veranstaltung.


 gefördert im Rahmen der kommunalen Gesamtstrategie 
„Leipzig Ort der Vielfalt“